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Wozu Fett?
Die wichtigste Funktionen ist Baufett zur "Stoßdämpfung"
z.B. Ferse oder Gesäß sowie für den Aufbau der Zellmembranen und für die
Energiedepots. Fett ist die einzige Energieform die langfristig speicherbar
ist (z.B. "Schwimmreifen"). Wir haben stets für mehrere Marathon-Läufe Fettreserven.
Man kann überschüssige Kohlenhydrate und Proteine in Fett umwandeln (aber nicht
umgekehrt).
Eine weitere Funktion ist die Regulierung des Wärmehaushaltes. Fett schützt
gegen Kälte und Wärme. Es ist Lieferant für Fettsäuren und für Vitamine A (Retinol),
D (Calcipherol), E (Tocopherol) und K (Phylochinon).
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Wieviel Fett und welches?
Rund 20-30% der Nahrungsenergie sollten mittels Fetten zugeführt werden.Essentielle Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren:
Omega-3-ungesättigte Fettsäuren kommen in Pflanzenölen vor: in Soja-, Leinsamen-, Walnuß- und Rapsöl und in den Samen der schwarzen Johannisbeere und der Nachtkerze. Omega-3 -Fettsäuren werden jedoch auch von Algen, Moosen und Farnen gebildet. Da Kaltwasserfische sich von Algen ernähren, sind die Fischöle von Makrele, Hering, Lachs, Forelle und Heilbutt reich an Omega-3-Fettsäuren, ebenso das Fleisch wildlebender Tiere, die Moose und Farne fressen. Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren ist bei Säuglingen möglich und führt bei ihnen zu Wachstumsverzögerung, zu zentralnervösen und visuellen Störungen. Aus diesem Grund werden heute Fischöle der Säuglingsnahrung zugesetzt.Omega-6-Fettsäuren
Omega-6-ungesättigte Fettsäuren, vorwiegend Linolsäure,
wird in Pflanzenblättern aus gesättigten Fettsäuren gebildet und stellt eine
wesentliche Speicherform pflanzlicher Fette dar. Omega-6-Fettsäuren sind konzentriert
enthalten in: Soja-, Sonnenblumen-, Weizenkeim- und Maiskeimöl, Pflanzen- und
Diätmargarine. Wachstumsstörungen, Hautveränderungen und Infektanfälligkeit
können einen Mangel an Omega-6-Fettsäuren anzeigen.
Ernährungsphysiologisch wichtig ist das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren
in der Nahrung: früher 1:4, heute 1:20.
Omega-3-ungesättigte Fettsäuren enthalten mehr entzündungshemmende Substanzen
als Omega-6-Fettsäuren. Dies wirkt sich positiv aus bei Rheuma und Polyarthritis,
Psoriasis (Schuppenflechte) und Neurodermitis und beim Asthma bronchiale.
Ungesättigte Fettsäuren enthalten eine oder mehrere oxidations- empfindliche
Doppelbindungen. Diese Doppelbindungen sind der Grund für die weiche, flüssige
Konsistenz ungesättigter Fette und für ihre Hitzelabilität.
Gesättigte Fette hingegen sind hart und hoch erhitzbar. Um die ungesättigten
Fettsäuren vor Sauerstoffoxidation zu schützen, ist es ratsam, sie mit den Antioxidantien
Vitamin E und/oder beta-Carotinzu kombinieren.
Ungesättigte Fettsäuren werden heute mit gutem Erfolg beim prämenstruellen Syndrom,
bei Migräne und Rheuma in Kombination mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen
eingesetzt.
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