Muskelarten
Jeder Muskel setzt sich aus roten und weißen
Fasern zusammen. Wie hoch der jeweilige Anteil an einem der beiden Fasertypen
ist, hägt von der Funktion der Muskulatur ab. Halte- und Stützmuskulatur,
wie z.B. Bauch- oder Wadenmuskulatur, weisen oftmals einen hohen Gehalt
an langsam kontrahierenden Muskelfasern auf. Weiße oder schnell kontrahierende
Fasern finden sich zum Beispiel in hohem Maße im Armbeuger (Bizeps).
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Typ I: "Rote" oder "slow twitched" Fasern
"Rote" oder "slow twitched" Fasern werden tonische
Muskulatur oder Haltemuskeln genannt. Haltemuskeln sind langsamzuckend. Diese
Muskelfaserart besitzt einen hohen Gehalt an Myoglobin, dem roten Muskelfarbstoff.
Myoglobin ist für den Sauerstofftransport im Blut zuständig. Die Slow-Twitch-Fasern
ermöglichen besonders ausdauernde Leistungen, bei denen die Nährstoffe
Kohlenhydrate und Fette unter der Beteiligung vosn Sauerstoff als Energielieferanten
verbrannt werden (aerobe Energiegewinnung).
Typ II: "Weiße" oder "fast twitched" Fasern
"Weiße" oder "fast twitched" Fasern sind schnell
zuckende Fasern, die im Gegensatz zu "slow twitched" Fasern schneller ermüden.
Die weißen Muskelfasern werden auch als phasische Muskulatur bezeichnet und sind
für die Schnellkraft und die Flexibilität des Körpers zuständig. Diese Muskelfasern
besitzen einen geringen Anteil an Myoglobin. Sie zeichnen sich durch ihre hohe
Kontraktionsfähigkeit aus. Sie ermöglichen hochintensive, kurzfristige
Kontraktionen, auch ohne die Beteiligung von Sauerstoff. Durch den hohen Glykogengehalt
inerhalb dieses Muskelfasertyps erfolgt die Energiebereitstellung vor allem über
die Verwertung der Kohlenhydrate (Glykolyse).
Die weißen Fasern neigen eher zur Hypertrophie (Muskelwachstum) als die
roten Fasern.
Typ II a: (Intermediärtyp)
Die Muskelform ist eine Mischform von Typ I und Typ II.
Die Tendenz, zu welcher Form diese Muskelart neigt, kann durch gezieltes Training
verändert werden. Durch Training mit hohen Wiederholungzahlen (ca. ab 15) pro
Satz oder durch aerobe Aktivitäten kann es dazu kommen, daß die weißen
Muskelfasern verstärkt die Eigenschaften der roten Muskulatur annehmen. Umgekehrt
geht dies jedoch nicht.
Gefiederte Muskeln:
Gefiederte Muskeln setzen sehr viele Muskelanteile
an der Sehne an. Sie können große Kräfte freisetzen und befinden sich überwiegend
am Rumpf.
Spindelförmige Muskeln:
Spindelförmige Muskeln haben oft einen günstigen Hebelarm
zum Gelenk, dafür eine geringere Anzahl an Muskelfasern.