Süßstoffe haben eine 35- bis 3000mal höhere
Süßkraft als Haushaltszucker, liefern jedoch keine entsprechende
Energie (Kalorien).
Eingesetzt werden Süßstoffe besonders in Diätprodukten, in der
Ernährung von Diabetikern und Übergewichtigen, Tabletten, Zahnpasten,
Lippenstiften, Mundwässern, Arzneimitteln, sowie kalorienarmen Erfrischungsgetränken
und diversen Light-Produkten.
Es empfiehlt sich Süßstoffe nicht zu kochen, da sie beim Kochen zerfallen und dadurch ihre Süßkraft verlieren.
Zuckeraustauschstoffe (Sorbit, Mannit, Xylit, Isomalt, Laktit, Fructose)
Der Unterschied zu den Zuckeraustauschstoffen liegt darin,
dass diese diabetischen Süßungsmittel, als Energielieferanten berücksichtigt
werden müssen (2,4 kcal/g). Sie haben bezüglich Karies günstigere
Eigenschaften als Zucker.
Ein Nachteil ist jedoch ihre abführende Wirkung ab einer Menge von 40-50
Gramm.
Süßstoff (Sacharin, Cyclamat und Aspartam)
Der älteste Süßstoff ist das Saccharin (E 954). Es wird seit 1879 kommerziell genutzt. Seine Süßkraft ist etwa 550mal stärker als die des Haushaltszuckers. In höheren Konzentrationen macht sich ein metallisch bitterer Beigeschmack bemerkbar.
Etwas später kam das Cyclamat (E 952) in den Handel.
Es ist wie Saccharin nicht kariesfördernd und kalorienfrei, weist aber
eine wesentlich geringere Süßkraft auf.
Als geschmacklich vorteilhaft hat sich eine Mischung von Saccharin und Cyclamat
(1:10) erwiesen (Steigerung der Süßkraft und Abschwächung des
Nachgeschmacks).
Ein weiterer Süßstoff ist das Aspartam (E 951). Es ist etwa 200mal stärker süßend als herkömmlicher Zucker, erweist sich bei längerer Lagerung in Lebensmitteln jedoch als instabil und besitzt als einziger Süßstoff einen Energiegehalt (ca. 1 kcal/g).
Einige Süßstoffe, insbesondere Saccharin und Cyclamat sind aufgrund der Ergebnisse von Tierversuchen, in den Verdacht geraten, krebserregend zu sein. Um jedes Risiko für den Menschen auszuschalten, hat die Weltgesundheitsorganisation eine obere Sicherheitsgrenze (ADI - Wert) für den täglichen Süßstoffverbrauch festgelegt.
Ein Kleinkind mit einem Körpergewicht von 30 kg, welches ein "Fruchtsaft-Light"-Getränk mit 109 mg Acesulfam K/Liter trinkt, könnte die duldbare tägliche Dosis bei einem Genuss von 2,5 l erreichen.
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